MAGDEBURGIA.(47)

Tochter der Hannovera
Gegründet am 21. des Lethemondes 1582 (a.U.23)
Reichsfarben Roth-Grün.
047magdeburgiaDas Wappen: Vierfach in den Reichsfarben geteilter Schild, welchem das Wappen der Praga aufliegt. Das rote Feld links oben zeigt den Namen des Reiches sowie Gründungstag und Jahr. Das grüne Feld daneben ein Burgtor mit offenem Gatter und zwischen den Türmen eine Jungfrau mit einem Kranze in der rechten Hand. Das grüne Feld links unten Mercurstab und Maschinenrad und schließlich das letzte rote Feld eine goldene Harfe, geben von dem Spruche „In arte voluptas.“
Im Archiv der Hannovera befindet als Schatz die 1.Reychsmatrikel der Magdeburgia, welche die Zeit überstanden hat. Übernommene Daten aus der Reichsmatrikel werden folgend stets kursiv bzw. (gelb) dargestellt. Die erste Eintragung lautet:
Anno Uhui 1582, im Jahre Sct. Galli. des 16.October, haben nachstehende Recken mit uns gemeinsam ein neues Schlaraffenreych Magdeburgia gegründet.
R. Marasquin     der Hannovera      prof.     Sänger Jäger
R. Jobst        der Colonia        prof.    Schausp. Hillmann
R. Paulus         der Elberfeldensis  prof.    Säng. Marzani
R. Goliath        der Augusta        prof.    Kapellmeister Filler
R. Etzel        der Augusta        prof.    Schausp. Poor
Junker Friedrich    Sedina        prof.    Schausp. Carlsen
Junker Ferdinand    Basilea        prof.    Schausp. Amberg
Junker Ferdinand    Revalia        prof.    Regisseur Worms
Knappe Ferdinand    Basilea        prof.    Bauchredner Benedikt

Derselben gesellte sich Ritter Wenzel, prof. Schausp. Karutz der befreundeten „grünen Tafel“ in Wien zu. (diese Eintragung wurde gestrichen, da er am Tag der Gründung austrat)
Es wurde beschlossen am 27. October das neue Reych feyerlichst zu eröffnen, die vorhandenen Junker zu Ritter zu schlagen und gleichzeitig nachstehende
Profane: Hertel, Fischbach, Zimmermann, v. Flottwell , Loin mit der Nachsicht der Prüflingszeit als Erzknappen aufzunehmen.

Uhu segne unser Beginnen auf das Magdeburgia blühe und gedeihe.

1. JAHRUNG 1582-83. Am 16.10. wurden auf vier Wochen  vorläufig erküret:
Oberschlaraffen: Herrl. Rt. Quecksilber Rt. Wenzel, für Ihn am 27.10. Rt Friedrich
Kantzlerambt Se. Herrl. Rt Quecksilber
Marschall:    Rt. Marasquin
Junkermeister:    Rt. Kraft
Ceremonienmeister     Rt. Friedrich
Säckelmeister:     Rt. Sauerkohl
Am 24.11. wurden die Würdenträger in Ihren Ämtern bestätigt. Neuer C: Rt. Goliath

Die folgende Stiftungsurkunde (DSZ Nr. 56) führt alle Reychsgründer und Erzschlaraffen auf und gibt weitere Kunde von der am 21.10.1582 erfolgten Reychsgründung. Schon am17. des Windmondes 1583 erfolgte die Anerkennung der Colonie als Reich. Die Magdeburgia zählte in dieser Jahrung 12 Ritter, 4 Junker, und 1 Knappen. Unter Ihnen die Herrlichkeiten: Rt Friedrich, der Schönseinwollende,- Moment der Lichtfänger, und -Schuss vom Knall. Auf dem Prager Concil (a.U.24)war die Colonie durch den Ritter Schuss vom Knall vertreten. Mit regem Eifer nahm das junge Reich Teil an allen Angelegenheiten, die das Interesse Allschlaraffias berührten, und als die hohe Colonia Agrippina ihren Angriff gegen die sogenannte Ordenswirtschaft richtete, womit sie jedenfalls nur den Missbrauch derartiger Verleihungen im Auge hatte, sprengte Magdeburgia rüstig in dir Schranken und brach eine Lanze für Beibehaltung dieser Einrichtung, freilich mit der ganz richtigen Betonung, das Ordenswesen sei einzuschränken aber nicht abzuschaffen.
Sonst dringt selten eine Kunde über die Mauern der Burg hinaus. Innerhalb derselben sprosste und blühte es, und das zarte Pflänzchen wurde im Laufe der Jahre zum kräftigen Baume, zu einer Zierde Allschlaraffias.
Infolge Unstimmigkeiten in der Sassenschaft und mangelnden Zuwachses ging es mit der Magdeburgia einige Zeit hindurch bergab. Indes 1597, mit Ritterschlag der Ritter Flamberg und Abdul, die nicht nur ein echt schlaraffisches Herz, sondern jederzeit auch eine offene Hand hatten, sei es, den ewig leeren Reychssäckel füllen zu helfen, oder dem in Bedrängnis geratenen Bruder beizuspringen, erstarkte das ins Wanken geratene Reych zusehends, äußerlich und innerlich. Ein reiches schlaraffisches Leben blühte auf, an dem vor allem die Ritter Wuppchen, Beowulf, Zippe, Escamillo, Oefterkratzig und Vis-á-vis durch herrliche Vorträge großen Anteil hatten.
Magdeburgia trat mit vielen Schwesterreychen in innigste Beziehungen und konnte daher auch sowohl den 500. Uhutag, wie das 20. und 25. Stiftungsfest unter großer Teilnahme des Uhuversums und lebhafter Anerkennung und Auszeichnung seitens der hohen Allmutter, die bei allen diesen Festen durch den Grafen Schuss vom Knall vertreten war, feiern.
Zur Einweihung des Gleichendenkmals a. U. 41 wurde der Ritter Partisan gen Tarimundis delegieret, um einen Kranz mit Schleife in den Magdeburgia Farben am Grabe des unvergleichlichen Grafen Gleichen niederzulegen.
In Allschlaraffias Jubeljahrung erlebte Magdeburgia zum ersten Male Mutterfreuden, indem sie ihrer Tochter Cygnea das Leben gab.
Wenngleich der Tod in die Reihen der Sassenschaft manche unausfüllbare Lücke riss und mancher tapfere Recke infolge seines Berufes die Gemarkungen Magdeburgias verlassen musste, wurde in den wichtigsten Reychsämbtern ist nur selten ein Wechsel vorgenommen. Leider war es der Magdeburgia infolge örtlicher Verhältnisse noch nicht vergönnt, sich für alle Zeiten ein eigenes Heim zu erbauen. Sie domizilierte von 1598 ab 6 Jahre in Richardts Restaurant im Katzensprung und siedelte danach für 5 Jahre in die mit großem Kostenaufwande aufs prächtigste hergerichteten Räume des Stadttheater- Tunnels über. Wider Erwarten mussten diese Lokalitäten jedoch geräumt werden und Magdeburgia sah sich gezwungen, im Café Hohenzollern eine provisorische Burg zu beziehen.
In die Zeit glanzvoller Blüte des Reyches kamen profane politische Ereignisse, die sich zu überstürzen schienen, Freunde uneins machten und manchen veranlassten seinen Austritt zu erklären. Wie in allen anderen Reychen, war die Auflösung auch im neuen Rahmen der "Deutschen Schlaraffia" nicht mehr aufzuhalten. Die Bemühungen des Konzils in Lipsia, auf dem die h. Magdeburgia durch Hkt. Saaravicus vertreten war, erwiesen sich als unzulänglich. Von den treuen Sassen ist nur ein kleines Fähnlein geblieben, das ehrend derer gedenkt, die im Verlauf der letzten Jahrungen in Ahalla eingeritten sind, und den Tag herbeisehnen, an dem die geliebte Magdeburgia wieder aus ihrem Schlummer erwacht    

Es folgt die chronologische Auswertung und Auflistung aus:“Derer Schlaraffen Zeyttungen“, beginnend mit der Nr. 59 (a.U. 23) bis zur Nr. 19 (15.1.a.U.78)
Die Auswertung und die Übernahme von Eintragungen aus der leider lückenhaften
1. Reichsmatrikel, werden zur Unterscheidung kursiv bzw. (gelb) dargestellt.